Wie Haargassner den Wandel vom Produkt zur vernetzten Lösung meisterte

Die IoT Internet of Things GmbH ist ein Pionier auf dem Gebiet der Digitalisierung von Consumer-Geräten. Bereits Anfang der 2010er Jahre entwickelten die Salzburger IT-Spezialisten eine IoT-Plattform zur digitalen Anbindung von Geräten wie Elektrogeräten und Heizungen. Diese Plattform ermöglichte die digitale Generierung und Verarbeitung von Gerätedaten, was die Steuerung und Überwachung von Geräten über eine App, vorausschauende Wartung, Online-Firmware-Updates und die Verwaltung von Geräten über verschiedene Berechtigungsebenen ermöglichte.

Nach 10 Jahren IoT-Erfahrung hat das Unternehmen sein Know-how in Kundenprojekten in einem Softwareprodukt gebündelt: IoTECpro, der leistungsstarken IoT-Plattform.

Problemstellung

Nachhaltig erfolgreiche B2B-Strategien basieren heute maßgeblich auf Anreizen und Mehrwerten, die erfolgreiche Digitalisierungskonzepte für Händlernetzwerke schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der digitalen Vernetzung zwischen dem Hersteller, seinen Geräten und den Händlern, die diese Geräte vertreiben, verbauen und warten. Im Mittelpunkt dieses Systems steht eine IoT-Plattform, die als Datenzentrale fungiert. Sie visualisiert eingehende Daten der angeschlossenen Geräte nach individuellen Anforderungen und löst Events gemäß einer innovativen Produktstrategie aus. Darüber hinaus ermöglicht sie die Steuerung, Programmierung und Kalibrierung der Geräte.

Schon vor über einem Jahrzehnt erkannte ein renommierter österreichischer Hersteller von Pelletsheizungen die Chancen und Potenziale, die die Digitalisierung seiner Produkte für sein Geschäftsmodell bieten könnte. Die Herausforderung bestand jedoch darin, Pionierarbeit zu leisten, da es zu diesem Zeitpunkt kaum ausgereifte Systeme auf dem Markt gab und nur begrenzte Erfahrungswerte zur Verfügung standen, um eine umfassende digitale Vernetzung einer großen Anzahl von Geräten im laufenden Betrieb umzusetzen. Der Pelletofen-Anbieter entschied sich daher, einem jungen Softwareunternehmen aus der Region eine Chance zu geben – den engagierten Programmierern der späteren IoT Internet of Things GmbH.

Lösung

In enger Zusammenarbeit mit den Systemtechnik-Lieferanten des Heizungsherstellers gelang es den Salzburgern im Jahr 2013, mehrere tausend Bestands-Öfen digital anzubinden. Dadurch konnten sie Gerätedaten empfangen und verarbeiten. Diese Entwicklung legte den Grundstein für eines der ersten durchgängig smarten Produktkonzepte im Bereich Heizungstechnik.

Erfolg durch digitales Gerätemanagement

Die IoT-Lösung IoTECpro ermöglichte dem Heizungsunternehmen die Visualisierung von Gerätedaten und die Überwachung von Zustandsdaten. Darüber hinaus bot sie einen Zugriff auf die Geräte.

Die zentrale Datenverwaltung ermöglicht ein effizientes digitales Gerätemanagement auf allen Vertriebsebenen, vom Importeur über den Händler bis hin zum Konsumenten. Dies wird durch ein ausgereiftes Berechtigungssystem erreicht. Auf einer B2B-Plattform können Installateure auf die Gerätedaten der von ihnen installierten Heizungen zugreifen, um diese zu überwachen und vorausschauende Wartung der Öfen durchzuführen. Dies führt zu proaktiven Serviceeinsätzen, die die Servicequalität, die Produktfunktionalität und die Sicherheit deutlich verbessern.

Firmwareupdates werden digitalisiert zentral ausgerollt und am Gerät eingespielt oder flexibel durch Wartungstechniker oder Endkunden ausgelöst.

Die Digitalisierung bietet Vorteile für alle Beteiligten. Die technische Möglichkeit, alle Systeme zu synchronisieren, und die Möglichkeit, Produkte weitgehend zu personalisieren, erhöhen die Produktqualität, senken die Kosten und stärken die Kundenbeziehungen auf allen Ebenen.

Endkonsumenten profitieren von neuen, hochattraktiven Funktionen

Dank der von der IoT-Technologie bereitgestellten Kunden-Apps können Heizungen jederzeit und von überall gesteuert, programmiert (z. B. durch Zeitschaltuhr-Funktionen und Wochenpläne) und überwacht werden. Wichtige Mitteilungen, wie z. B. Störungen oder Bedienhinweise, werden direkt auf Smartphones oder Tablets gesendet.

Darüber hinaus können diese Apps in verschiedene gängige Smart-Home-Systeme integriert werden.